Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) einfach erklärt

So berechnest du deinen Arbeitsweg korrekt, welche Tage zählen, welche typischen Fehler Geld kosten und wie du schnell einschätzen kannst, ob sich die Angaben spürbar auf deine Steuer auswirken.

2–3 MinEinfache StreckeKeine Belege nötig
BeispielKurzüberblick
Pendelstrecke
25 km • 210 Tage
Es zählt die einfache Entfernung, nicht Hin und Rückweg.
Arbeitstage sind die Tage mit Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte.
Schon kleine Korrekturen (km/Tage) können das Ergebnis spürbar ändern.
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Hinweis: SteuKompass liefert eine Schätzung und ersetzt keine Steuerberatung.

Was ist die Entfernungspauschale?

Die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) ist ein Werbungskostenabzug für den Arbeitsweg zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Relevant ist die einfache Entfernung und die Anzahl der Tage, an denen du tatsächlich gefahren bist.

Sie kann sich stark auswirken, weil sie bei vielen Arbeitnehmern jedes Jahr anfällt und schnell zu einer spürbaren Summe führt.

Wer kann sie ansetzen?

Typischerweise kannst du die Entfernungspauschale ansetzen, wenn du als Arbeitnehmer oder Selbstständiger regelmäßig zur ersten Tätigkeitsstätte fährst.

  • Wohnung → erste Tätigkeitsstätte (nicht: wechselnde Einsatzorte ohne erste Tätigkeitsstätte).
  • Nur für Tage, an denen du tatsächlich gefahren bist.
  • Unabhängig davon, ob du mit Auto, Bahn oder Fahrrad fährst (die Logik ist ähnlich).

Falls du Homeoffice-Tage hast, zählen diese in der Regel nicht als Fahrtage. Genau hier passieren häufig Fehler.

Wie wird sie berechnet?

Die Grundlogik ist einfach: einfache Entfernung (km) × Arbeitstage. Daraus ergibt sich der Betrag, der als Werbungskosten berücksichtigt werden kann.

  1. Nimm die einfache Strecke (kürzeste/übliche Strecke), nicht Hin und Rückweg.
  2. Zähle nur die Tage, an denen du wirklich gefahren bist.
  3. Halte die Zahlen plausibel (z.B. max. ca. 220–230 Fahrtage bei klassischem Vollzeitjob, je nach Urlaub/Krankheit/Homeoffice).

Die Pauschale pro Kilometer hängt von der Entfernung ab. Für die meisten Fälle reicht es, km und Tage korrekt zu erfassen.

Welche Tage zählen als Arbeitstage?

Arbeitstage sind die Tage, an denen du tatsächlich von der Wohnung zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren bist. Nicht jeder Kalendertag im Arbeitsvertrag ist automatisch ein Fahrtag.

Schnelle Plausibilitätsprüfung

Wenn du viel Homeoffice, Dienstreisen, Urlaub oder Krankheit hattest, sinkt die Zahl der Fahrtage deutlich. Eine realistische Zahl ist wichtiger als „irgendwas zwischen 200 und 260“.

Wenn du unsicher bist, starte mit einer konservativen Schätzung und passe sie später an. Schon eine Differenz von 10–20 Tagen kann den Betrag merklich verändern.

Welche Pauschale gilt pro Kilometer?

Die Höhe pro Kilometer ist gesetzlich geregelt und in der Praxis meist eine „stabile“ Größe. Entscheidend sind bei den meisten Menschen nicht Cent-Diskussionen, sondern korrekte km und korrekte Tage.

  • Es zählt die einfache Strecke, nicht Hin und Rückweg.
  • Für lange Strecken gibt es in Deutschland eine höhere Pauschale ab einem bestimmten Kilometerbereich.

Wenn du es ganz exakt brauchst, kannst du die Kilometergrenze später im Detail prüfen. Für eine erste Einschätzung reicht es, die Basiswerte sauber zu erfassen.

So rechnest du es sauber (kurz & praktisch)

So gehst du pragmatisch vor: Strecke (einfach) ermitteln, Fahrtage zählen, Ergebnis plausibilisieren. Damit hast du 90% richtig und vermeidest die typischen Fehler.

Einfache Strecke
z.B. 25 km
Fahrtage
z.B. 210
Ergebnis
km × Tage

Tipp: Wenn du zwischen zwei Strecken schwankst (z.B. 23 km vs. 26 km), nimm zuerst die realistische Standardstrecke, nicht die „best case“-Strecke.

SteuKompass zeigt dir zusätzlich, wie stark diese Angabe das Ergebnis voraussichtlich beeinflusst, statt dir nur eine Zahl hinzuknallen.

Typische Fehler, die Geld kosten

Die häufigsten Fehler bei der Entfernungspauschale:

  • Hin und Rückweg eingetragen, obwohl nur die einfache Strecke zählt.
  • 260 Tage angesetzt, obwohl Urlaub, Krankheit und Homeoffice die Zahl senken.
  • Unplausible km (z.B. deutlich länger als die übliche Strecke ohne Grund).
  • Tage vergessen, an denen du gar nicht zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren bist (Dienstreise, Fortbildung, Außentermin).

Wenn du diese Fehler vermeidest, bist du bereits sehr nah an einer realistischen Einschätzung.

Beispiele aus der Praxis

Zwei typische Szenarien zeigen, warum km und Tage wichtiger sind als Detail-Perfektion.

Beispiel A: Klassischer Bürojob
  • Einfache Strecke: 18 km
  • Fahrtage: 205
  • Wichtigster Hebel: realistische Tage statt „maximal“
Beispiel B: Viel Homeoffice
  • Einfache Strecke: 32 km
  • Fahrtage: 120
  • Wichtigster Hebel: Homeoffice-Tage nicht als Fahrtage zählen

Genau deshalb fragt SteuKompass im Schnell-Check gezielt km und Tage ab und zeigt dir den Effekt als Teil der Schätzung.

Schnell einschätzen mit SteuKompass

Wenn du deinen Arbeitsweg korrekt erfasst, ist das oft einer der stärksten Treiber für eine mögliche Erstattung. Der Schnell-Check reduziert das Thema auf die wichtigen Eingaben und zeigt dir das Ergebnis als realistische Spannweite.

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Häufige Fragen zur Entfernungspauschale

Kurze Antworten auf die wichtigsten Punkte.

Zählt Hin- und Rückweg oder nur die einfache Strecke?
+
Es zählt grundsätzlich die einfache Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.
Zählen Homeoffice-Tage als Arbeitstage für die Pauschale?
+
In der Regel nein, weil du an diesen Tagen nicht zur ersten Tätigkeitsstätte gefahren bist.
Welche Strecke soll ich ansetzen, wenn es mehrere Wege gibt?
+
Nimm die übliche, realistische Strecke. Extreme Umwege ohne Grund wirken schnell unplausibel.
Muss ich Belege hochladen?
+
Nein. Für den Schnell-Check gibst du nur km und Fahrtage an.
Kann die Pauschale allein schon viel ausmachen?
+
Ja, bei vielen Arbeitnehmern ist sie einer der größten Treiber, weil sie jedes Jahr anfällt.
Warum zeigt SteuKompass eine Spannweite statt einer exakten Zahl?
+
Weil nicht alle Details abgefragt werden. Eine Spannweite ist realistischer und reduziert Scheingenauigkeit.

Hinweis: Das Ergebnis ist eine Schätzung. Die endgültige Steuer hängt von vielen Faktoren ab und wird durch den Steuerbescheid festgelegt.

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